Die Kirche in Haiti als Zentrum der Hilfeleistung

Haiti: arm und dichtbevölkert

Haiti ist das am dichtesten bevölkerte Land der Welt, dessen Einwohner fast ausschließlich Haiticampagne 2010_droogte.jpgvon afrikanischen Sklaven abstammen. Das Land gehört auch zu den 30 ärmsten Ländern der Welt. Die Grundinfrastruktur wie z.B. Strassen, Stromnetze und Trinkwasserversorgung ist in einem sehr schlechten Zustand und es herrscht politisches Chaos. Die massive Rodung der Wälder auf der Insel führt zudem zur Erosion des fruchtbaren Bodens, was für die Landwirtschaft eine Katastrophe ist.

Katholizismus
Der Grossteil der Haitianer ist katholisch, doch die katholische Kirche wird durch Bekehrungsversuche evangelischer Sekten bedroht. KIN hilft der Kirche in Haiti schon seit längerem. In den letzten drei Jahren z.B. konnten wir die Ausbildung von Katechisten und angehenden Priestern, sowie den (Wieder)Aufbau von Kirchen mit über zwei Millionen Euro unterstützen.

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Bei dem Erdbeben am 12.01.2010 verloren ungefähr 300.000 Menschen ihr Leben, darunter auch Seine Exzellenz Erzbischof Serge Miot. Fast alle Kapellen und Kirchen der 80 Gemeinden des Erzbistums wurden zerstört. Das Priesterseminar von Port-au-Prince wurde dem Erdboden gleichgemacht, wobei 30 der 260 Studenten umkamen. Das Beben forderte auch das Leben von 47 Ordensfrauen, vor allem bei den ‘Töchter von Maria’ und den ‘Monfortanen Patres’. Der Schaden in Klöstern, Schulen und anderen Einrichtungen der Orden ist enorm.

 

Die Kirche als Zentrum der Hilfeleistung

Obwohl auch sie selbst schwer vom Schicksal getroffen wurde, nahm die Kirche direkt eine zentrale Position bei der Hilfeleistung ein. In den ersten Tagen nach dem Beben schenkte Kirche in Not - Ostpriesterhilfe bereits € 120.000, wodurch es Nuntius Auza u.a. ermöglicht wurde, Reis und Bohnen auf dem Markt einzukaufen. Auch das Schulgeld, das benötigt wurde, um Kinder aus Port-au-Prince auf katholische Schulen gehen zu lassen, wurde von diesem Geld bezahlt. KIN unterstützt auch angehende Priester, die das Beben überlebt haben mit Nahrung, Kleidung und medizinischer Hilfe.

Jetzt gilt es die Kirche wieder aufzubauen…

Haiticampagne 2010_puin jpg.JPGIhre Hilfe jedoch wird auch lange nachdem die Rettungskräfte das Land verlassen haben werden noch nötig sein. KIN will den Menschen bei der Bewältigung ihrer Traumata helfen und Kirchen und Kapellen wieder aufbauen. Auch die Priesterseminare, die Basis der Zukunft, sollen erneut aufgebaut werden. All das wird weit mehr kosten, als wir mit der ersten finanziellen Hilfe decken konnten. Lassen Sie Ihr Herz sprechen, um Haiti neues Leben zu schenken!
 

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