Kirche in Not unterstützt 200 Seminaristen, die alles verloren haben

28/01/2010

Das internationale katholische Hilfswerk KIRCHE IN NOT unterstützt mit 100.000 US-Dollar 200 diözesane Seminaristen, die aufgrund der Auswirkungen des Erdbebens obachlos geworden sind. KIRCHE IN NOT erhielt die Bestätigung, dass 30 Seminaristen das Erdbeben nicht überlebten. Sie wurden unter den Trümmern des Priesterseminars von Port-au-Prince begraben. Diese jungen Männer stammten aus allen Ecken von Haiti. Die kirchlichen Entscheidungsträger der Insel entschieden nun, dass alle Überlebenden in ihre Heimatdiözesen zurückgeschickt werden.
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Seminar Port-au-Prince 2009

Im Gegensatz zu Seminaristen, die Ordensgemeinschaften angehören, können diözesane Seminaristen gegenwärtig keine Unterstützung von ihren Diözesen
erhalten. Aus diesem Grund hat KIRCHE IN NOT eine Existenzhilfe für jene 200 Seminaristen zugesagt. In diesem Moment haben Lebensmittel, Kleidung und
medizinische Versorgung oberste Priorität. Nach der Krise wird KIRCHE IN NOT die Hilfe mit neuem Schulmaterial fortsetzen, um den Seminaristen eine
Fortsetzung ihrer Studien zu ermöglichen.

Die Bereitstellung der Existenzhilfe erfolgte auf eine dringenden Bitte von Msgr. Louis Kébreau, Erzbischof von Cap Haitien und Vorsitzender der Bischofskonferenz
von Haiti. Er berichtete uns, dass die Seminaristen niemanden hätten, der ihnen helfen könnte und viele daher verzweifelt versuchten, zurück in ihre Heimatdiözesen
zu gelangen, die viele Kilometer von Port-au-Prince entfernt sind.
Ferner schrieb Msgr. Chibly Langlois, Bischof von Fort Liberté: “Einer der Seminaristen steckte zweieinhalb Tage unter den Trümmern des Seminars fest. Ein anderer
wurde verletzt. Drei weitere befinden sich unter Schock und brauchen spezielle Hilfe.” Msgr. Langlois hat bereits zwei Seminaristen in die Dominikanische Republik
geschickt, sodass sie adequate medizinische Hilfe erhalten können.
Diese Existenzhilfe ist für jene, die später sehr viel zu tun haben
 

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Kathedrale von Port-au-Prince

Diese Hilfe ist unerlässlich für die Seminaristen, aber auch für die Bevölkerung von Haiti. Zukünftige Priester werden von Nöten sein, um den Schmerz zu lindern, zu heilen,
zu trösten,... Bereits 2009 sagte Msgr. Kébreau in einem Interview, wie wichtig eine gute Ausbildung für die Kirche von Haiti ist, um für die Unterstützung der Bevölkerung
vorbereitet zu sein. “Für KIRCHE IN NOT ist diese Hilfe tatsächlich eine Unterstützung der gesamten Bevölkerung. Haitianer sind gläubige Christen, ihr Glaube wird maßgeblich
zu einem guten Wiederaufbau des Landes beitragen,” sagt Herbert Rechberger, Nationaldirektor von KIRCHE IN NOT – Österreich.
 

Msgr. Chibly Langlois(Bild rechts), Bischof von Fort-Liberté schrieb: “Im Namen aller Bischöfe und der Kirche von Haiti möchte ich KIRCHE IN NOT für seine großzügige Hilfe für unsere
Seminaristen, die ebenfalls Opfer dieses Disasters wurden, meinen aufrichtigen Dank zum Ausdruck bringen. Möge Gott euch segnen

 

Mgr. Chibly Langlois von Fort-Liberte