Ausbildungsbeihilfe für die 62 Seminaristen der Diözese Byumba

20/07/2009

090720 Justice et Paix Byumba.jpgRuanda – die meisten Menschen denken, wenn sie dieses Wort hören, als erstes an den Völkermord von 1994. Aber es gibt aus diesem Land, das als eines der ärmsten Länder Afrikas gilt, auch gute Nachrichten: Allein in der Diözese Byumba im Norden Ruandas wollen 62 junge Männer Priester werden. Die Diözese verfügt aber über kein eigenes Priesterseminar, und so studieren die jungen Männer, die allesamt schöne, alte christliche Namen wie „Bonaventure“, „Théophile“, „Emmanuel“ tragen, an verschiedenen Seminaren innerhalb Ruandas sowie im benachbarten Uganda. In den Ferien werden sie zum Dienst in Pfarrgemeinden eingesetzt, damit sie auch die praktische pastorale Arbeit eines Priesters kennenlernen. Im vergangenen Jahr, dem Paulusjahr, stand neben den üblichen Aufgaben in den Gemeinden auch die Gründung und Begleitung von Bibelkreisen sowie die Vorbereitung des 7. Jugendforums in Byumba, das im November stattfand, auf dem Programm.

Am Ende der großen Ferien veranstaltet die Diözese jedes Jahr ein Treffen der Seminaristen. Dort teilen sie die Erfahrungen, die sie während ihres Einsatzes in den Pfarreien gesammelt haben, und überlegen gemeinsam, wie man das Apostolat verbessern könnte. Außerdem lernen sie die Projekte der Diözesancaritas und der Kommission für Gerechtigkeit und Frieden kennen. Beides ist besonders wichtig in einem Land, das Armut und Konflikte zwischen den verschiedenen Volksgruppen kennt. Für die angehenden Priester ist dies nicht einfach nur ein interessantes Studienobjekt, sondern es ist der Grundstein für die Zukunft ihres Landes.
Die Diözese muss für die Ausbildung der Seminaristen und für die Reisekosten aufkommen. Wir helfen ihnen dabei mit 19.000 Euro.

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