17/03/2010
In den vom Erdbeben Ende Februar besonders betroffenen Gebieten Chiles errichten wir
fünfzehn behelfsmäßige Kapellenzelte.
Diese provisorischen Gotteshäuser bestehen aus einem in Betonfundamenten verankerten Metallgerüst mit Bodenplatten. Über diese Konstruktion wird nach dem Aufbau eine Zeltplane gespannt. Darin haben ungefähr 100 Gläubige Platz.
Die Vorteile dieser Bauweise bestehen zum einen in den relativ niedrigen Kosten und zum anderen in der geringen Anfälligkeit für mögliche Nachbeben. Außerdem können die Kapellenzelte jederzeit wieder abgebaut und in anderen Gebieten eingesetzt werden, sobald der Wiederaufbau der vom Erdbeben beschädigten Kirchen beendet ist.

Die behelfsmäßigen Kirchen werden zunächst in den besonders betroffenen Diözesen Talca, Linares, Chillán, Los Angeles und Concepción errichtet. Die Bischöfe dieser Bistümer hätten berichtet, so unser Länderreferent für Chile, Ulrich Kny, dass zwischen 70 und 90 Prozent der dortigen kirchlichen Gebäude durch das Erdbeben unbenutzbar geworden seien.
Der Vorsitzende der chilenischen Bischofskonferenz und Bischof von Rancagua, Alejandro Goic, berichtet in einem Brief an unser Hiflswerk, dass Heilige Messen unter freiem Himmel stattfinden würden. “Wir brauchend dringend Hilfe”, bittet er in seinem Schreiben. Die Zeit drängt, denn in wenigen Wochen beginnt in der Krisenregion der Winter - mit kalten Temperaturen und ergiebigen Regenfällen.
Insgesamt stellen wir über 200.000 Euro für die Kapellenzelte zur Verfügung. Sie sollen dabei helfen, das geistliche Leben in Chile nach den Erdbeben wieder aufleben zu lassen und den Menschen wieder Mut zu machen.
Am 27. Februar 2010 wurde Chile von einem Erdbeben der Stärke 8,8 erschüttert. Dieses löste zudem einen Tsunami aus, der die Lage in der Küstenregion verschlimmerte und viele Gebäude zerstörte. Vermutlich sind bei dieser Katastrophe über 500 Menschen ums Leben gekommen.
In den letzten Wochen ist es immer wieder zu teils heftigen Nachbeben gekommen. Erst am vergangenen Montagabend gab es ein Beben von 6,7 auf der Richterskala, in der vergangenen Woche sogar eines der Stärke 7,2.
Neben der aktuellen Hilfe durch Kapellenzelte unterstützen wir die Menschen in Chile bereits seit längerem mit einem eher ungewöhnlichen Kirchenbauprojekt. Wir errichten in unwirtlichen Regionen des Landes so genannte “Wüstenkapellen”, um die geistliche Not in diesen Gegenden zu bekämpfen.

Helfen Sie mit Ihrer Spende den Menschen in Chile!
Einer Spende für Chile: 417-6010001-48 oder IBAN: BE11 4176 0100 0148 und BIC: KREDBEBB unserer Schwesterorganisation „Hilfe und Hoffnung“ mit Fiskalzeugnis. Diejenigen die im Laufe eines Jahres € 30,00 oder mehr eingezahlt haben, bekommen das nächste Jahr automatisch ein Fiskalzeugnis.